In den letzten Jahren werden als Alternative zu den bisherigen Benzin-und Dieselfahrzeugen, immer mehr Fahrzeuge mit Autogas angeboten. Gerade Fahrzeuge neueren Baujahres bringen eine Autogasanlage bereits ab Werk mit.
Flüssiggas (LPG), eher bekannt als Autogas, ist ein Abfallprodukt der Erdöl- und Erdgasförderung. Da sich die Preise für Benzin und Diesel auf einem sehr hohem Niveau befinden, schauen sich viele Menschen heutzutage nach Alternativen um. Eine davon ist das bereits erwähnte Autogas. Mit einem momentanen Preis von ca. 0,63 Euro pro Liter Flüssiggas scheint es auf den ersten Blick wesentlich günstiger als ein Liter Benzin oder Diesel. Allerdings muss man jedoch beachten, dass bei der Verwendung von Autogas aufgrund seines geringeren Brennwertes im Vergleich zum Benzin der Verbrauch bei 100 Kilometern um ungefähr 15 bis 20 Prozent steigt. Es ist dafür jedoch eine umweltfreundliche Alternative.
Spielt man nun mit dem Gedanken, sich ein Autogasfahrzeug zu zulegen oder aber eine Autogas-Umrüstung am eigenen Fahrzeug vornehmen zu lassen, so sollte man sich vorher genau informieren. Eine hilfreiche Quelle ist hier beispielsweise das Internet. Aber auch Autohäuser vor Ort können Informationen zu einer Umrüstung geben. So können zum Beispiel nur Fahrzeuge mit einem Benzinmotor auf Autogas umgerüstet werden. Die Kosten für solch eine Umrüstung hängen von der jeweilig verwendeten Technik und von der Größe des Tanks ab. So gibt es diese mit einem Volumen von 34 Litern bis zu 200 Litern. Die Größe der Tanks ist davon abhängig, wo sie eingebaut werden. Es gibt beispielsweise die Möglichkeit, einen Tank in der Reserveradmulde unterzubringen. Bei diesen Tanks liegt das Volumen je nach Größe der Reserveradmulde bei 34 bis 94 Litern. Eine weitere Möglichkeit wäre es, den Tank im Kofferraum verbauen zu lassen. Hier steht wesentlich mehr Platz zur Verfügung. So gibt es für diese Möglichkeit Tanks mit einem Volumen bis 200 Litern. Ebenso verschieden wie die Volumina der Tanks sind auch die verwendbaren Techniken. So gibt es die Venturie-Technik, teilsequenzielle Anlagen, vollsequenzielle Anlagen und Anlagen der LPI-Technik. Die Kosten für eine Umrüstung können je nach verwendeter Technik mehr oder weniger stark voneinander variieren.
Wer gerne einen Kostenvoranschlag für eine Umrüstung auf Autogas haben möchte, um so zu entscheiden, ob sich eine Umrüstung lohnt, der kann im Internet nachsehen. Es gibt Seiten, wo verschiedene Daten zum Fahrzeug abgefragt werden und dementsprechend ein Angebot erstellt wird. Wer allerdings einen ganz genauen Kostenvoranschlag haben möchte, lässt sich am besten von den Werkstätten vor Ort ein Angebot erstellen. Der Vorteil ist hierbei, dass die Werkstatt sich das Auto, welches umgerüstet werden soll, ansehen und so empfehlen kann, wo und welcher Tank verwendet werden soll und welche Technik sich am besten eignet.
17. August